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Roberto Cavalli designt für H&M

Stardesigner Roberto Cavalli hat eine eigene Kollektion für H&M entworfen: glamouröse Teile zu bezahlbaren Preisen. Hanna Marks, Brigitte.de-Autorin und Fashion-Victim, freut sich schon drauf.

Wenn der Gehweg zum Laufsteg wird

Seit Wochen ist diese Nachricht nun schon in meinem Kopf und ich kann an nichts anderes mehr denken: H&M und Roberto Cavalli wollen im November gemeinsame Sache machen. Cavalli ist wunderbar: seine brillante Farbwahl, die funkelnden Details und dann noch die atemberaubende Schnitte. Selbst bin ich leider noch nie in den Genuss gekommen, eines dieser edlen Teile zu tragen. Denn bisher konnte ich sie mir nicht leisten. Eine kreative Verbindung zwischen den Schweden und dem Italiener kommt mir da gerade recht.

2004 brachte Karl Lagerfeld erstmalig den Laufsteg auf den Gehweg und arbeitete mit dem Moderiesen H&M zusammen. Das Resultat: Eine Woche später bevölkerten zahlreiche Lagerfeld-Modelle die Boulevards der Stadt. Allerdings wäre eine Assoziation mit dem Chanel-Designer wohl schwer gefallen, hätte nicht sein Konterfei im Fokus der Kollektion gestanden.

Die Looks von Stella McCartney knapp ein Jahr später besaßen schon mehr die charakteristische Handschrift der Designerin: klassische Schnittführung und feminine Details wie Rüschen oder Schleifen. Genau wie auch bei ihren Prêt-à-Porter-Schauen. Dass die Entwürfe in taubenblau und erdbeerrot etwas lustlos am Kleiderbügel hingen, tat meinem Kaufrausch keinen Abbruch.

Viktor & Rolf schlichen sich dann letztes Jahr in mein Herz. In der "Liebes-Kollektion" der detailvernarrten Avantgardisten standen Herzen im Vordergrund, als Stickereien oder Applikationen. Als Highlight gab es sogar ein limitiertes Hochzeitkleid des holländischen Duos.

Geiz ist geil - nun auch in der Mode Das Motto "Design muss nicht teuer sein" hat nun endlich auch in der Modewelt Einzug gehalten. Fashion Victims können sich vollends dem Kaufrausch hingeben und müssen selbst vor Designerlabels keinen Halt mehr machen. Auch wenn sich einige gegen die "Geiz ist geil"-Mentalität sträuben. Wie etwa Muiccia Prada: Sie sollte sich 2006 in die Riege von Lagerfeld & Co. einreihen, lehnte jedoch dankend ab.

Roberto Cavalli scheint es jedenfalls nicht zu stören, dass man seine Kreationen schon bald ab 40 Euro erwerben kann. Im Gegenteil: Jüngst sagte der Celebrity-Designer, er finde es fantastisch, eine Kollektion für Jüngere zu machen, die sich sonst seine Mode nicht leisten können. Der Ansatz ist super, Cavalli auch - und deshalb werde ich am 8. November nur eins machen: shoppen!

Wer ist Roberto Cavalli?

Der italienische Designer Roberto Cavalli gehört zu den ganz Großen im internationalen Designzirkus: Stars wie Madonna, Jennifer Lopez und Victoria Beckham tragen seine Mode. Wer einen unauffälligen Look für jeden Tag sucht, ist mit seinen Entwürfen schlecht beraten - Cavalli ist wild, glamourös, sexy.

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Cavalli, 1940 in Florenz geboren, begann schon früh, sich für Mode zu interessieren, und experimentierte mit verschiedenen Materialien und Techniken. Als er ein neues Verfahren zum Bedrucken von Leder entwickelte, wurden Hermès und Pierre Cardin zu seinen Kunden. Mit 30 stellte Cavalli seine erste eigene Kollektion vor, die vor allem durch Brigitte Bardot zum Erfolg wurde: Sie spazierte in seinen bedruckten Jeans mit Leder-Patchwork barfuß durch Saint-Tropez. In den 80ern wurde es ruhig um Cavalli, doch seit Anfang der 90ern sind er und seine Mode, stets umweht von einem Hauch von Drama, zurück auf den wichtigsten Laufstegen der Welt.

Egal ob Leder, Pelz, Federn, Zebra- und Leo-Prints oder Blumenmuster - immer wieder bedient sich Cavalli bei seinen Entwürfen in der Natur. "Für mich ist sie die 'größte aller Künstlerinnen' - ich werde nie aufhören, mich durch sie inspirieren zu lassen", sagt er.

Text: Hanna Marks Fotos: H&M

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